Neddermeyerstein


N 52° 12' 26,65"   /   O 9° 33' 22,32"

Inschrift:

Zum Andenken
An
Ch. Neddermeÿer
Frau Dorette
Neddermeÿer
geb. Beckmann
und
H. Neddermeÿer

Die der Liebe Gott
am 17.ten August
1877.
unser drei gelibten
durch seinen Blitz
zu sich genommen hat

Er wog Ihnen dar
was er Ihnen geben
hatte schrieb auf sein
Buch wie lang Sie
leben sollen als Sie
noch
Unbereitet waren


Größe des Steins:

H 60 x B 35 cm

Über den Stein:

Auf dem Hof des Springer Museums steht ein dreieckiger Stein zum Gedenken an die Familie Neddermeyer. Die Inschrift auf einer der Seiten ist eine Abwandlung der 9. Strophe des Kirchenlieds "Gott ist mein Lied" von Christian Fürchtegott Gellert. Diese wiederum bezieht sich auf Psalm 139, Vers 16.

Man erzählt sich, dass Familie Neddermeyer bei der Feldarbeit zwischen Springe und Eldagsen von einem Gewitter überrascht wurde. Sie missachteten das alte Sprichwort "Den Schläfer lass schlafen, den Fresser schlag tot", nutzten die unfreiwillige Pause zum Essen und wurden vom Blitz erschlagen.

Das Sprichwort kommt wahrscheinlich daher, dass man die Küche für einen gefährlichen Ort bei Gewitter hielt. Der Schornstein des Herds führte zum höchsten Punkt des Hauses und man meinte, dass die metallischen Geräte und das Wasser in der Küche den Blitz anzogen.

In der Eldagser Feldmark steht eine Nachbildung des Steins mit ähnlichem Text:

Zum Gedenken an
Christian
Neddermeyer
Frau Dorette
geb. Beckmann
u. Sohn Heinrich

Am
17. August
1877
vom Blitz
erschlagen

Heimatbund
Eldagsen
Erneuert
im Mai 1994

Quellen:
Kreuzstein.eu
Museum Springe
Evangeliums.net, Christliche Liederdatenbank
donnerwetter.de, Gewitterregeln
alle aufgerufen am 24.03.2022


Danke an Heiko für die Hilfe beim Entziffern der Inschrift.