N 52° 11' 49,88" / O 9° 28' 20,38"
Inschrift:
Friedersdorfer
Eiche
1992
Größe des Steins
H 41 x B 54 cm
Über den Stein:
Der Gedenkstein steht im Kurpark in Bad Münder in der Nähe der Deutschen Klinik. Er wurde im Juli 2002 eingeweiht.
Friedersdorf am Queis war ein Ort im Kreis Lauban in Schlesien im heutigen Polen. Nach dem 2. Weltkrieg wurde die deutsche Bevölkerung von dort vertrieben. Rund 500 Friedersdorfer kamen im Sommer 1946 mit Zügen im damaligen Kreis Springe an, davon die meisten in Bad Münder.
Seit 1948 versammeln sich die ehemaligen Friedersdorfer regelmäßig in Bad Münder zu einem Heimattreffen. Aus Verbundenheit zu den Friedersdorfern übernahm die Stadt Bad Münder im Jahr 1956 die Patenschaft für die schlesische Gemeinde, um den Vertriebenen einen festen Versammlungspunkt zu geben.
Zur Erinnerung an die Heimat wurden im Jahr 1959 zwei Straßen in Bad Münder danach benannt: der Friedersdorfer Weg und der Laubaner Weg.
Von 1976 bis 2017 gab es im Museum eine Friedersdorfer Heimatstube.
Im Jahr 1992 wurde im Kurpark in Bad Münder eine schlesische Eiche gepflanzt und zehn Jahre später mit dem Gedenkstein ergänzt.
Quelle: Archiv Neue Deister Zeitung